Spezialambulanz für Geschlechtsdysphorie, Geschlechtsinkongruenz und Trans-Gesundheit

Die Spezialambulanz richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die unter Verunsicherungen und/ oder Problemen im Zusammenhang mit ihrem Geschlecht leiden und Hilfe suchen.

Bei manchen Menschen stimmt das empfundene Geschlecht (die Geschlechtsidentität) nicht mit den angeborenen körperlichen Geschlechtsmerkmalen überein. Diese Diskrepanz wird auch als Geschlechtsinkongruenz (GIK) bezeichnet. Sowohl die Diskrepanz als auch die häufig als falsch empfundene Wahrnehmung des eigenen Geschlechts durch Andere können zu einem erheblichen Leidensdruck, der sogenannten Geschlechtsdysphorie (GD), führen. Auch bei (non-binären) Personen, die sich weder als männlich noch als weiblich identifizieren (z.B. genderqueer), können Verunsicherungen auftreten. Betroffene Menschen und ihre Familien stehen vor besonderen Herausforderungen in ihrem Leben. Sie benötigen in verschiedenen Entwicklungsphasen unterschiedliche, prozessbezogene, individuell abgestimmte und systemisch eingebettete Beratung, Begleitung und bedarfsorientierte therapeutische Angebote.

 

 

Als Spezialambulanz möchten wir sowohl den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen als auch ihren wichtigen Bezugspersonen (Eltern, Geschwister, Familienangehörige) und ihrem weiteren sozialen Umfeld verlässlich, beratend und unterstützend zur Seite stehen. Begleitende Probleme können besprochen und passgenaue Hilfen gesucht werden. Die therapeutische Haltung ist geprägt von Respekt und Akzeptanz gegenüber vielfältigen geschlechtlichen Lebensrealitäten. Ziel ist es, das Inkongruenzerleben sowie den begleitenden Leidensdruck zu reduzieren, um die Bewältigung anstehender Entwicklungsaufgaben in bestmöglicher Lebensqualität und mit sozialer Unterstützung zu ermöglichen.

Die Spezialambulanz ist in ein interdisziplinäres Kooperationsnetzwerk eingebunden.